Dein Mund

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Deine Augen sprühten Feuer,

 

 

doch Dein Blick, so weit entrückt,

 

 

war mir anfangs nicht geheuer

 

 

und ich hielt Dich für verrückt.

 

 

 

 

 

Bis ich dachte, all mein Leben

 

 

hab ich diesen Mann vermißt,

 

 

was hat Gott ihm wohl gegeben,

 

 

daß sein Mund so zärtlich küßt?

 

 

 

 

 

Liebe oder Abenteuer,

 

 

magisch zog's mich zu Dir hin

 

 

und die Augen voller Feuer

 

 

gingen mir nicht aus dem Sinn.

 

 

 

 

 

Doch mein Traum ist heut vergangen,

 

 

ungezügelt, wie Du bist,

 

 

hast Du gestern voll Verlangen

 

 

einen andern Mund geküßt.

 

 

 

 

 

Und nun zielen tausend Pfeile

 

 

in mein Herz und jeder trifft

 

 

und von jedem dieser Pfeile

 

 

bleibt ein kleiner Tropfen Gift.

 

 

 

 

 

Ließ mein Herz sich von mir lenken,

 

 

wüßt es, wie es Dich vergißt

 

 

und es müßt nicht immer denken,

 

 

daß Dein Mund so zärtlich küßt.

 

 

 

 

 

Dass ich Dir wie keine fehle,

 

 

heisst seit gestern nicht mehr viel,

 

 

denn den Platz in meiner Seele

 

 

setzt Du all zu leicht auf's Spiel.

 

 

 

 

 

Und noch während ich hier schreibe

 

 

sitzt Du, weil Dir grad so ist,

 

 

unbeschwert bei einem Weibe,

 

 

dessen Mund Du zärtlich küßt.

 

 

 A.